»Wie finde ich den für mich passenden ETF?«

ETF auf den MSCI Emerging Markets

»Die Schwellenländer sind zurück«

Seit 2016 sind die Schwellenländer wieder da. Die Wertentwicklung der Emerging Markets war im Jahresverlauf bislang eindrucksvoll. Auch wenn das zu Anfang von 2016 anders aussah. Das bevorstehende Referendum in Großbritannien über einen möglichen Brexit, Sorgen um eine baldige Zinserhöhung in den USA, stark schwankende Rohstoffpreise, globale Gefahren generell: Alle diese Themen bewegten und bewegen Anleger. Nicht zu vergessen die Kursstürze an Chinas Börsen. Und manche dieser »Gefahren« haben sich bei weitem noch nicht aufgelöst. So hat Großbritannien noch nicht entschieden, wie es nach dem Votum für einen Brexit konkret weitergehen soll. Gemischte Wirtschaftsdaten erleichtern es der amerikanischen Zentralbank Fed nicht gerade, über eine Anhebung der Zinsen zu entscheiden. Anziehende Rohölpreise scheinen eher in der Ferne.

Natürlich fragen Sie sich als Anleger daher, ob Sie nun in Schwellenländer investieren sollten, besser abwarten oder gar einen Bogen um Emerging Markets machen sollten. Wie immer liegt die Antwort vermutlich in der Mitte. Anders ausgedrückt: Eine Beimischung dieser Länder schadet wohl nicht. Ganz im Gegenteil verpassen Langfristanleger wahrscheinlich einiges, wenn sie Schwellenländer links liegen lassen.

Doch was sind die Argumente für ein Engagement?

Beginnen wir mit China, dem mittlerweile wohl bekanntesten Schwellenland, auch wenn die gerade beendeten Olympischen Spiele Brasilien in den Mittelpunkt gerückt haben. Ein Land, das kurzfristig mit beachtlichen Kurssteigerungen begeistern konnte. Wohlgemerkt nach einer längeren Durststrecke, die vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen in diesem Land auch anhalten dürfte.

China ist mittlerweile die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde. Nach mancher Statistik haben die Chinesen allerdings bereits Anfang 2015 die USA hinter sich gelassen. Und natürlich resultiert aus dieser Größe, dass der Einfluss auf die Weltwirtschaft nicht zu unterschätzen ist. Die zentrale Frage lautet: Wie hoch muss das Wachstum in Zukunft sein, damit China nachhaltig wächst? Die Antworten fallen nicht eindeutig aus.

Gleiches trifft für die Türkei zu, die lange als Musterbeispiel für die Entwicklung eines Schwellenlandes galt. Umgekehrt verhält es sich mit Indonesien, das für viele institutionelle Investoren auf die Landkarte zurückgekehrt ist.

Was bedeutet dies alles für Sie als Anleger? Zum einen hängt vieles von dem Zeithorizont ab, über den Sie investiert sein wollen und können. Und von dem Zeithorizont, den Sie Schwellenländern zubilligen. Denn ein wesentlicher Wachstumstreiber ist die Bevölkerungsstruktur dieser Länder. Für viele Schwellenländer gilt, dass die Einwohner jung sind. Diese jungen Leute haben Wünsche. Genauso wie ihre Altersgenossen in den entwickelten Ländern. Zu den Wünschen gehören Bildung, Konsum, Freizeitaktivitäten und Urlaub. Den Wunsch nach Konsum bezeichnen Bevölkerungswissenschaftler auch als »Consumer Revolution«. Allein die Bevölkerungsentwicklung sollte langfristig dafür sorgen, dass Schwellenländer weiterwachsen.

Thema Rohstoffe: Vielfach wird argumentiert, dass der Verfall von Rohstoffpreisen zu einem wirtschaftlichen Einbruch bei Schwellenländern führen müsste. Oberflächlich betrachtet mag dem so sein. Allerdings profitieren gerade flächenmäßig große Entwicklungsländer von fallenden Preisen für Rohöl. Außerdem haben viele sich entwickelnde Staaten schon lange verstanden, die eigene Wirtschaft zu diversifizieren, also nicht alles auf eine Karte, etwa den Export von Rohstoffen, zu setzen.

Was leitet sich daraus für Sie als Anleger ab? Die Auswahl eines einzigen Schwellenlandes ist schwierig, wie Ihnen die Beispiele Brasilien oder Türkei erläutern sollten. Daher ist es für viele Investoren sicherlich ratsamer, auch dieses Thema breit diversifiziert und langfristig anzugehen. Dabei bietet sich ein ETF auf den bekanntesten Entwicklungsländerindex an, den MSCI Emerging Markets. Dieser Index umfasst derzeit 23 Länder, die nach Marktkapitalisierung vertreten sind. Mit einem solchen ETF ist es möglich, auf Schwellenländer weltweit zu setzen und damit breit gestreut zu investieren. Ohne ein einzelnes Land ständig im Blick haben zu müssen. Ob der Anteil eines solchen ETF im eigenen Depot 10 Prozent, 20 Prozent oder vielleicht mehr betragen sollte, ist dem eigenen Risikoempfinden, dem persönlichen Wohlfühlfaktor überlassen.

Viel Erfolg bei Ihren Investments!

Bitte bleiben Sie ComStage ETFs gewogen!