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Interview mit Jens Ohr, Gründer und Geschäftsführer von finanzen.net und OSKAR

ETF-Sparen ist mit OSKAR ganz einfach

Herr Ohr, Sie haben im März dieses Jahres die digitale Vermögensverwaltung »OSKAR« gestartet. Was macht OSKAR genau und was sind die Vorteile?
OSKAR ist für diejenigen gedacht, die professionell an der Börse investieren möchten, aber nicht wissen, wie das geht bzw. nicht die Zeit haben, sich ständig um ihr Investment zu kümmern. OSKAR ist aber auch für Investoren gedacht, die selbst in Einzelwerte investieren und noch ein gemanagtes Basisinvestment für die Depot-Beimischung suchen. Unsere Kunden verlassen sich darauf, dass wir uns um alles kümmern. Das startet bei der Anlagestrategie und reicht über die Produktauswahl bis hin zum Rebalancing.

Außerdem wollen wir mit der OSKAR-Strategie natürlich auch eine hohe Rendite erzielen. In den vergangenen 15 Jahren schaffte OSKAR 90 (Aktienanteil von 90 Prozent) im Backtest eine Rendite von durchschnittlich 8,7 Prozent pro Jahr.

Ein weiterer Fokus von OSKAR ist die Familie, denn mit OSKAR kann man nicht nur für sich selbst, sondern auch für Kinder ansparen. Viele unserer Kunden legen zum Beispiel einen großen Betrag für sich selbst an (zum Beispiel 10.000 Euro) und richten darüber hinaus noch einen Sparplan für ihre Kinder oder Enkel ein (zum Beispiel 50 Euro/Monat).

Was muss der Kunde denn überhaupt selbst machen?
OSKAR-Kunden wählen anhand einer Risikokategorie lediglich, wie viel Risiko sie eingehen möchten. Bei OSKAR gibt es fünf Risikokategorien, die sich primär in der Höhe der Aktienquote unterscheiden. Je mehr Aktien, desto mehr Risiko, aber natürlich auch Chance.

Hat sich ein Kunde für eine Risikokategorie entschieden, erledigt OSKAR den Rest. Das heißt, wir wählen die ETFs aus und schichten bei Bedarf um. Der Kunde kann die Entwicklung dabei jederzeit in der App oder auf der Webseite verfolgen.

Wie viel Geld muss ein Kunde denn anlegen?
OSKAR startet bei 25 Euro Sparrate im Monat oder einem Einmalbetrag von 1.000 Euro. Die Kunden können die Sparrate jederzeit mit nur einem Klick ändern, aber auch jederzeit zusätzliches Geld ein- oder auszahlen.

Ergibt investieren mit kleinen Beträgen ab 25 Euro überhaupt Sinn?
Das ergibt sogar sehr viel Sinn, denn bei langen Anlagezeiträumen von fünf und mehr Jahren – und dafür ist OSKAR gedacht – kommt der Effekt des Zinseszinses zum Tragen. Ein Beispiel: Aus 25 Euro pro Monat wird nach 20 Jahren und 8 Prozent jährlicher Rendite (das ist an der Börse durchaus realistisch) ein Vermögen von fast 15.000 Euro. Eingezahlt hat man aber nur 6.000 Euro.

Wie investiert OSKAR?
Bei OSKAR bieten wir ein aus zehn ETFs bestehendes Portfolio. Über diese zehn ETFs sind OSKAR-Kunden in über 10.000 Einzelwerte investiert und haben damit eine weltweite Abdeckung mit Schwerpunkten bei Blue Chips (zum Beispiel Apple, Netflix, SAP), aber auch Wachstumsaktien und Schwellenländer sowie Anleihen und Rohstoffe.

Wie sieht es mit den Kosten aus?
Bei OSKAR gibt es nur eine einzige Gebühr, und zwar für Beträge über 10.000 Euro 0,8 Prozent p.a. und darunter 1,0 Prozent p.a. Es fallen keine Kosten für Depotführung, Käufe und Verkäufe, Rebalancing und Kündigung an.

Sie haben das Thema Anlegen für Familien angesprochen. Was genau bietet OSKAR hier an?
Ja, das ist ein besonderes Feature von Oskar. Ein OSKAR-Konto kann man nicht nur für sich selbst, sondern auch für beliebig viele Dritte (zum Beispiel Kinder oder Patenkinder) eröffnen. So lässt sich ganz einfach ein ETF-Sparplan für ein Kind einrichten. Jedes Kind erhält eine eigene IBAN für das Verrechnungskonto seines Depots. Auf dieses Konto kann jeder einzahlen, sei es die Tante mit einem Einmalbetrag zu Weihnachten oder der Opa mit einem monatlichen Dauerauftrag von 25 Euro. Das Geld auf diesem Konto wird dann im monatlichen Turnus in das ETF-Portfolio investiert. Es ist alles sehr flexibel und transparent.

Muss denn das Kind Steuern auf die Guthaben zahlen?
Kursgewinne müssen zwar generell versteuert werden. Der Vorteil, wenn man das Depot rechtlich auf das Kind eröffnet, ist jedoch, dass man die Freibeträge des Kindes von ca. 10.000 Euro pro Jahr ausnutzen kann. Diese Freibeträge kann man bei Oskar entsprechend berücksichtigen lassen.

Vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Laura Schwierzeck.