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ETF-Sparplantest 2019

Banken können mit Angeboten überzeugen

Bereits zum elften Mal testete das EXtra-Magazin angesichts der großen Bedeutung von ETF-Sparplänen für den Vermögensaufbau die Angebote von diesmal zwölf Direkt- und vier Filialbanken. Wie in den Jahren zuvor wurden die ETF-Sparplananbieter entsprechend den Kriterien Gebühren, Produktangebot sowie Service bewertet.

Kosten
Unangefochtener Sieger bei den Direktbanken im Kostenbereich ist die OnVista Bank mit der Bestnote »sehr gut« (1,0). Es fallen nicht nur wie bei den meisten Anbietern keine Depotkosten an, auch die Ausführung für alle sparplanfähigen 180 ETFs ist kostenfrei. Über ein preiswertes Angebot verfügen auch die DKB sowie die comdirect. Wie auch bei der OnVista Bank fallen bei der DKB keine Depotkosten an, die Sparplanausführung kostet pauschal 1,50 Euro. Insbesondere bei regelmäßigen Sparbeträgen von über 200 Euro macht sich die Ersparnis bemerkbar. Anleger, die kleinere Beträge unter 100 Euro ansparen, sind hingegen mit der comdirect besser bedient. So werden bei einer Einzahlsumme von 50 Euro nur 75 Cent fällig, bei 25 Euro sogar nur 38 Cent. Bei den Filialbanken überzeugte im Gebührenvergleich vor allem die Postbank. Auch sie bietet eine kostenfreie Depotführung. Für die Sparplanausführung werden pauschal 90 Cent fällig.

Produktangebot
Aufgrund wachsender Beliebtheit von ETFs bauten fast alle Banken das Produktangebot aus. Den größten Sprung von 420 auf 624 Produkte machte der Anbieter 1822direkt. Auch die DKB hat ihre Produktpalette von 442 auf 629 ETFs ausgebaut. Über das breiteste ETF-Sparplanangebot verfügt hingegen flatex. Anleger können dort aus mehr als 850 sparplanfähigen ETFs auswählen. Ebenfalls über eine sehr breite Produktpalette verfügen DKB (629 ETFs), comdirect (610 ETFs), S Broker (580 ETFs), Consorsbank (448 ETFs), Wüstenrot (445 ETFs) sowie finvesto (440 ETFs). Bei den Filialbanken hat eindeutig die Commerzbank die Nase vorn. Hier kann der Anleger zwischen 164 sparplanfähigen ETFs wählen, acht davon sind derzeit kostenfrei, davon zwei des Anbieters ComStage.

Einen Zusatzbonus gab es erstmalig für diejenigen Banken, die über ein breites Angebot an Basis-ETFs auf beliebte Indizes wie den MSCI ACWI, MSCI ACWI IMI, FTSE All World, MSCI World oder MSCI Emerging Markets verfügen. In diesem Bereich liegt der Anbieter 1822direkt vorn, gefolgt von Consorsbank und DKB.

ComStage ETFs können bei den folgenden Banken angespart werden:

Bank

Anzahl ComStage ETFs

comdirect

84

Commerzbank

91

Consorsbank

65

DKB

68

finvesto

98

flatex

108

ING

4

Maxblue

18

netbank

26

OnVista Bank

62

Postbank

2

S Broker

91

Targobank

3

Volkswagen Bank

70

Wüstenrot Direct

99

1822direkt

68

Stand: Februar 2019; Quelle: EXtra-Magazin

Service
Primus im Bereich Service ist finvesto. Einzahlungen sind hier monatlich, viertel-, halb- und ganzjährlich ausführbar, und dies entweder zu Monatsbeginn oder Monatsmitte. Bereits ab 10 Euro regelmäßiger Einzahlsumme können Sparpläne ausgeführt werden. Jederzeit sind Änderungen als Dynamisierungen möglich. Auch eine automatische Wiederanlage der Ausschüttungen ist im Serviceangebot enthalten. Für VL-Sparpläne stehen 92 ETFs zur Auswahl. Auch Auszahlpläne sind ab einer Mindestauszahlsumme von 125 Euro möglich. Hinzu kommen verschiedene Tools, die dem Anleger die Auswahl erleichtern.

Bei den Filialbanken bietet die Commerzbank den besten Service. Hier werden sogar zweimonatliche Einzahlungen ab 25 Euro angeboten. Änderungen sind jederzeit möglich. Auch VL-Sparverträge können hier abgeschlossen werden. Nicht im Angebot befindet sich allerdings eine Dynamisierung der Einzahlbeträge.

Gesamtsieger 2019
In diesem Jahr katapultierte vor allem die Ausweitung des Produktangebots den Anbieter OnVista Bank auf das Siegertreppchen mit der Gesamtnote »sehr gut«. Vor allem im Bereich Gebühren, der mit 50 Prozent in die Gesamtbewertung einfließt, ist die OnVista Bank schon seit Jahren der Spitzenreiter. Nachbessern muss die OnVista Bank nur noch im Bereich Service. So sind nur monatliche und quartalsmäßige Sparraten möglich. Zudem lässt sich die Sparrate nicht beliebig variieren, sondern nur in 50-Euro-Schritten. Wen dies aber nicht stört, der ist bei der OnVista Bank bestens aufgehoben. Nur knapp dahinter finden sich die Anbieter DKB und comdirect, die sich über alle Bewertungskriterien in der Spitzenklasse wiederfinden. Punkten kann die comdirect mit einem umfangreichen Serviceangebot, Webinaren und nützlichen Auswahltools. Neben den genannten Spitzenreitern schafften es aber auch noch die drei Anbieter finvesto, Consorsbank und flatex zur Gesamtnote »sehr gut«.

Bei den Filialbanken können sich vor allem die Commerzbank, die Postbank sowie die Targobank sehen lassen. Alle drei erzielten die Note »sehr gut«. Spitzenreiter ist die Commerzbank, die über alle drei Kategorien hinweg gute Testergebnisse erzielte. Die Postbank kann vor allem bei den Gebühren überzeugen, beim Produktangebot muss der Anleger jedoch Abstriche in Kauf nehmen. Die Targobank sollte vor allem an der Erweiterung des Produktangebots arbeiten, um für ihre Kunden noch attraktiver zu werden.

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