ETF-Kolumne

ETF-Kolumne

»MSCI World, Portfolio-ETF oder doch lieber Selbermachen?«

In den vergangenen Wochen haben uns Anleger immer wieder gefragt, was die bessere Wahl sei: Die Entscheidung für einen ComStage ETF auf den MSCI World, einen der drei ComStage Vermögensstrategie ETFs oder doch das Selbermachen? Der Auslöser für diese Überlegungen ist die Auflage von zwei weiteren Portfolio-ETFs, die den etablierten ComStage Vermögensstrategie UCITS ETF ergänzen und damit ein noch breiteres Allokationsspektrum bieten. Das »Do it yourself« wiederum kann Kosten sparen und damit die Anlage noch effizienter machen. Aber was sind denn nun Argumente für das eine oder das andere Vorgehen?

Der MSCI World Index ist der »Klassiker« unter den Vergleichsmaßstäben. Er bildet die Wertentwicklung von rund 1.650 Aktien aus 23 industrialisierten Ländern nach, ist also sehr breit aufgestellt, weshalb er eine häufige Berichterstattung in den Medien erfährt. Damit eignet sich ein ETF auf den MSCI World als Grundlage für ein diver- sifiziertes Portfolio oder auch als Anfangsinvestment. Denn Sparpläne sind schon ab 25 Euro möglich. Andererseits konzentriert sich dieser Index auf Industrieländer. Schwellenländer sind damit nicht enthalten, die aber zu einem langfristigen Vermögenserfolg beitragen können. Außerdem möchten viele Investoren auch noch individuelle Schwerpunkte setzen. Womit weitere Sparpläne erforderlich wären oder bei einer Einmalanlage eine höhere Investitionssumme zur Verfügung stehen muss. Es gibt noch einen weiteren Punkt zu bedenken: Der MSCI World Index ist marktkapitalisierungsgewichtet. Das heißt, die einzelnen Länder fließen nach ihrem »Wert« in die Gewichtungen ein. Daher haben die USA derzeit einen Anteil von rund 57 Prozent, was nicht für jeden Anleger passt.

Die drei ComStage Vermögensstrategie ETFs zeichnen sich durch einen unterschiedlichen Aktienanteil aus, der von 40  Prozent über 60 Prozent bis zu 80 Prozent reicht. Damit wird verschiedenen Risikovorstellungen Rechnung getragen. Im Laufe eines Jahres verändern sich natürlich die Gewichtungen der Aktien, Bonds und Gold bzw. Rohstoffe untereinander. Deshalb wird jeweils im März die Ursprungsaufteilung wiederhergestellt. Einen aktiven Fondsmanager gibt es jedoch nicht. In den Vermögensstrategie ETFs wird die Anlageaufteilung über 10 bis 13 börsengehandelte Indexfonds umgesetzt. Wie beim ComStage ETF auf den MSCI World sind Sparpläne ab 25 Euro möglich. Der große Unterschied: Alle drei Portfolio-ETFs sind noch breiter aufgestellt als der Weltaktienindex, und die Gewichtung von Ländern oder Regionen sieht anders aus. Der Anteil der USA beträgt zwischen 10 Prozent und 20 Prozent. Außerdem ist zur Risikosteuerung eine festverzinsliche Komponente enthalten und Gold oder Rohstoffe gehören auch dazu. Es handelt sich also um eine Vermögensverwaltung im Kleinen. Wofür eine Gebühr anfällt: Alle drei Vermögensstrategie ETFs erheben eine Pauschalgebühr von 0,25 Prozent pro Jahr. Darin enthalten sind die Transaktionskosten für den Erwerb der ETFs, in die investiert wird, das jährliche Zurücksetzen oder Rebalancing sowie andere Kosten wie zum Beispiel für die Tätigkeiten von Wirtschaftsprüfer und Depotbank. Hinzu kommen die anteiligen Verwaltungskosten der jeweiligen Ziel-ETFs, in die angelegt wird. Daraus resultieren Gesamtkosten von 0,44 Prozent bis 0,55 Prozent pro Jahr, je nach Variante.

Und das bringt mich zum dritten Teil der Frage: Können Sie als Anleger die 0,25 Prozent Gebühr nicht einsparen? Können Sie! Auf unserer Internetseite www.comstage.de finden Sie bei dem jeweiligen Portfolio-ETF unter dem Reiter »Download« die tägliche Zusammensetzung der einzelnen ETFs. Somit können Sie die Vermögensaufteilung nachvollziehen oder sogar selbst umsetzen. Das geht als Einmalanlage oder auch mit Sparplänen. Natürlich nicht mit einer einzigen Position im Depot oder mit einem einzelnen Sparplan. Sind Sie an einem jährlichen Rebalancing interessiert, also einem Zurücksetzen auf die Ausgangsvermögensaufteilung, dann fallen dafür zusätzliche Gebühren an, die von der Bank abhängen, bei der Sie die Wertpapieraufträge aufgeben. Ob Ihnen dieser Aufwand das Einsparen von 0,25 Prozent Gebühren wert ist, müssen natürlich Sie entscheiden.

Was ist die Antwort zu der aufgeworfenen Frage? Die Entscheidung für einen der gezeigten Wege hängt davon ab, welche Breite der Vermögensaufteilung Sie anstreben, ob Sie mit geringem Zeitaufwand langfristig ein Vermögen aufbauen wollen oder ob Sie Entscheidungen gerne in die eigenen Hände nehmen möchten.

Wie immer wünschen wir Ihnen viel Erfolg mit Ihren Anlagen! Bitte bleiben Sie ComStage ETFs gewogen.