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ETF im Fokus – ComStage 1

Deutsche vollreplizierende ETFs ohne Wertpapierleihe

ComStage hat in den vergangenen Jahren ständig die Produktpalette erweitert. Ziel ist es, Anlegern eine größtmögliche Auswahl an ETFs für die unterschiedlichsten Anlagestrategien und Lösungswünsche zu bieten. Anleger, die Wert auf in Deutschland aufgelegte, vollreplizierende ETFs legen, werden bei ComStage 1 ETFs fündig. Das Besondere: Die Wertpapierleihe wird bereits explizit in den Anlagebedingungen ausgeschlossen. Anfallende Erträge werden ausgeschüttet.

Die vollreplizierenden ComStage 1 ETFs gehen zurück zu den Wurzeln der Indexfonds: Sie kaufen in der Regel genau die Werte, aus denen sich der Index zusammensetzt. Damit können Investoren jederzeit genau nachvollziehen, welche Wertpapiere der ETF enthält. Die Wertpapierleihe wird explizit ausgeschlossen. Einmal jährlich werden Dividenden und sonstige Erträge an den Anleger ausgeschüttet. Eine weitere Besonderheit der ETFs ist das Domizilland. Die neuen vollreplizierenden ETFs sind in Deutschland aufgelegt und unterliegen dem deutschen Fondsrecht. Die einzelnen Besonderheiten möchten wir Ihnen im Folgenden näher erläutern.

Abbildungsmethode – Hier ist drin, was draufsteht
Ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl von ETFs auf den gleichen Referenzindex ist die Art der Indexabbildung. Vollreplizierende ComStage ETFs bilden den Index mithilfe von Aktien eins zu eins entsprechend ihrer Indexgewichtung ab. Der ComStage 1 DAX® UCITS ETF (WKN: ETF 901) hält beispielsweise genau 30 DAX-Aktien. Sollte sich die Zusammensetzung des Index ändern, da ein Unternehmen die Kriterien für ein Verbleiben im Index nicht mehr erfüllt, dann vollzieht der vollreplizierende ETF diese Änderung nach, indem die betroffenen Aktien ausgetauscht werden.

Wertpapierleihe ausgeschlossen
Eine weitere Besonderheit, die ComStage 1 ETFs auszeichnet, ist der Ausschluss der Wertpapierleihe. Vollreplizierende ETFs können zwar grundsätzlich Wertpapierleih- und Pensionsgeschäfte durchführen, um Zusatzerträge zu erwirtschaften. ComStage 1 ETFs aber schließen diese Geschäfte bereits in den Anlagebedingungen aus. Ein Verleihen von Vermögensgegenständen ist nicht gestattet. Damit wird bewusst auf diese Zusatzerträge verzichtet und dem Wunsch sicherheitsorientierter Anleger entsprochen.

Was ist eine Wertpapierleihe?

Ein Fondsanbieter (Verleiher) verleiht für einen begrenzten Zeitraum seine Wertpapiere (zum Beispiel Aktien oder Anleihen) an Finanzinstitute (Entleiher), um zusätzliche Erträge zu erzielen. Dieser Ertrag entsteht, indem der Entleiher dem Fonds eine Leihgebühr zahlt. Die Einnahmen aus der Wertpapierleihe erhöhen das Fondsvermögen und kommen, abzüglich der mit der Wertpapierleihe verbundenen Kosten, der Wertentwicklung des Fonds zugute. Übrigens: Der Fonds als Verleiher bleibt stets Eigentümer der Wertpapiere und ist während des vereinbarten Leihzeitraums vollständig an der Wertentwicklung der verliehenen Wertpapiere beteiligt. Im Gegenzug stellt der Entleiher für den Zeitraum der Leihe Sicherheiten – beispielsweise in Form von Aktien, Anleihen oder anderen Wertpapieren.

Wie profitiert der Anleger?
Mittels solcher Wertpapierleihgeschäfte können die im Fondsvolumen enthaltenen Wertpapiere, wie beispielsweise Aktien, verliehen werden, um Zusatzerträge zu erwirtschaften. Die Erträge der Leihe erhöhen die Wertentwicklung des Fonds.

Risiken für den Anleger
Die Leihgebühr stellt eine Entschädigung für das Risiko dar, das der Fonds eingeht, indem er die Wertpapiere aus der Hand gibt. Im Falle einer Insolvenz kann es passieren, dass der Entleiher unter Umständen nicht mehr in der Lage ist, die geliehenen Wertpapiere an den Fonds zurückzugeben. Daher stellt der Entleiher entsprechende Sicherheiten. ComStage 1 ETFs schließen die Wertpapierleihe jedoch aus.

Regelmäßige Ausschüttung
Neben der Abbildungsmethode und dem Ausschluss der Wertpapierleihe ist eine weitere Besonderheit von vollreplizierenden ComStage 1 ETFs die Ertragsverwendung. Dividenden und Erträge werden nicht wieder angelegt, sondern auf einem Kassekonto des jeweiligen ETF gesammelt und regelmäßig an den Anleger ausgeschüttet. Dies ist vor allem für Investoren von Bedeutung, die Erträge aus ihrem Investment bevorzugen. Alle vollreplizierenden ComStage 1 ETFs schütten mindestens einmal pro Jahr aus.

Welche Arten der Ertragsverwendung gibt es?

Zu den Erträgen eines ETF zählen unter anderem Dividenden, Kupons, Zinsen, Erträge aus außerordentlichen Kapitalmaßnahmen und sonstige Erträge. So fließen beispielsweise Aktien-ETFs regelmäßig Dividendenzahlungen der Unternehmen zu, deren Aktien sie halten. Renten-ETFs erhalten Zinszahlungen von den Emittenten der von ihnen gehaltenen Anleihen. Wie klassische Investmentfonds auch unterscheiden sich ETFs darin, was sie mit diesen Einnahmen machen. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Dividenden ausschütten oder thesaurieren (wieder anlegen).

  • Ausschüttend
    Ausschüttende ETFs geben anfallende Dividenden und Zinsen in der Regel einmal jährlich direkt an ihre Investoren weiter. Die Erträge werden dabei automatisch durch die depotführende Stelle dem Konto des Investors gutgeschrieben. So haben Anleger regelmäßige Erträge aus ihrem ETF.
  • Wiederanlegend (thesaurierend)
    Thesaurierende ETFs schütten ihre Erträge nicht aus, sondern führen sie dem Sondervermögen zu. Zinsen und Dividenden schlagen sich somit in höheren ETF-Anteilspreisen nieder. Das Geld bleibt also im Fonds, und Anleger müssen sich keine Gedanken über eine Wiederanlage machen.

Vollreplizierende ETFs nach deutschem Recht
Alle ComStage 1 ETFs sind generell Sondervermögen und unterliegen der europäischen Fondsrichtlinie UCITS V. Sondervermögen wird grundsätzlich getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft geführt. Für Anleger in ETFs bedeutet dies, dass ihr investiertes Kapital im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt ist. Weder die Fondsgesellschaft noch die Gläubiger können auf das Sondervermögen zugreifen.

Die vollreplizierenden ComStage 1 ETFs sind ein deutsches Sondervermögen, welches durch die in Luxemburg beheimatete Commerz Funds Solutions S.A. (CFS) grenzüberschreitend verwaltet wird. Das in ComStage 1 ETFs investierte Kapital liegt als Sondervermögen bei einer deutschen Depotbank in Frankfurt am Main.

Domizilland Deutschland
Ein Fonds ist eine eigene Rechtspersönlichkeit, die unter der Fondsgesetzgebung eines bestimmten Domizillandes gegründet wird. Der Anleger kann das Heimatland eines ComStage ETF oder ComStage 1 ETF an den beiden Anfangsbuchstaben der ISIN erkennen. DE steht für Deutschland, LU für Luxemburg.

Anlageidee: Deutsche vollreplizierende ComStage 1 ETFs ohne Wertpapierleihe

Sie legen Wert auf ETFs die in Deutschland aufgelegt sind, eine vollreplizierende Indexabbildung nutzen, laufende Erträge einmal jährlich ausschütten und Wertpapierleihe ausschließen? Kein Problem, ComStage 1 vereint alle diese Punkte in den einzelnen ETFs.

Weitere Informationen zu den genannten ETFs sowie ein Überblick über das gesamte Angebot an ComStage ETFs stehen Ihnen im Internet unter www.comstage.de zur Verfügung.

ComStage 1 UCITS ETFs auf

WKN

Pauschalgebühr p.a.

Ertragsverwendung

Geld-/Briefkurs

DAX

ETF 901

0,15 %

Ausschüttend

119,38/119,61 EUR

MDAX

ETF 907

0,30 %

Ausschüttend

145,38/145,46 EUR

SDAX

ETF 905

0,70 %

Ausschüttend

58,35/58,49 EUR

DivDAX

ETF 903

0,25 %

Ausschüttend

175,23/175,37 EUR

TecDAX

ETF 908

0,40 %

Ausschüttend

19,47/19,49 EUR

EURO STOXX 50

ETF 950

0,15 %

Ausschüttend

35,55/35,58 EUR

Stand: 25. September 2017; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten ETFs erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen und wesentlichen Anlegerinformationen (KIIDs) stehen im Internet unter www.comstage.de zur Verfügung.