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SDAX schlägt DAX und MDAX

Der SDAX hat im Jahr 2017 mit seinem Kursanstieg von ca. +22,9 Prozent eine ausgeprägte Relative Stärke gegenüber dem DAX (bisher ca. +9,1 Prozent) und MDAX (bisher ca. +13,8 Prozent) herausgebildet. Mit Blick auf den Vergleich dieser drei Indizes deutet die technische Gesamtlage an, dass sich diese Relative Stärke des SDAX auch im weiteren Jahresverlauf 2017 fortsetzen sollte. Damit unterstreicht der SDAX – im Regelfall eine Fundgrube für Stock-Picker – erneut seine gestiegene Attraktivität für Indexinvestments. Insgesamt bleibt auch die langfristige Relative Stärke des SDAX seit Anfang 2009 (Start dieses Haussezyklus) mit ca. +413,0 Prozent gegenüber dem DAX bestehen, der im gleichen Zeitraum einen Zugewinn von ca. +234,0 Prozent aufweist.

DAX: Auf dem Weg zu den Jahres-Tops
Der DAX befindet sich seit März 2009 (Start: 3.589 Punkte) in einem technischen Haussezyklus (achtjähriger Haussetrend aktuell bei ca. 10.200 Punkten). Ausgehend vom Allzeithoch aus dem April 2015 (bei 12.391 Punkten; Widerstandszone) ergab sich eine technische Zwischenbaisse mit einem Kursrückgang von fast 30,0 Prozent, ohne dass der übergeordnete Haussezyklus beendet wurde. Nachdem die gestaffelte langfristige Unterstützungszone (8.700 bis 9.325 Punkte) bestätigt wurde, startete der DAX im Februar 2016 wieder eine Aufwärtsbewegung, wobei sowohl der Zwischenbaissetrend (im August 2016) als auch die trendbestätigende Konsolidierung (unterhalb von 10.800 Punkten) jeweils mit Investmentkaufsignalen beendet wurden. Ein neuer mittelfristiger Haussetrend führte den DAX im Juni 2017 auf neue Allzeithochs um 12.950 Punkte und in eine mittelfristig überkaufte Lage. Deshalb überrascht es nicht, dass der Index zum Abbau dieser überkauften Lage in eine Konsolidierung hineingelaufen ist, die den DAX in den letzten Monaten – mitbeeinflusst durch den festen Euro – in die Unterstützungszone von 11.800 bis 12.000 Punkte (enthielt auch die 200-Tage-Linie) zurück fallen ließ. Diese Konsolidierung mit der charttechnischen Form einer »Flagge« endete an der steigenden 200- Tage-Linie, sodass dieser Bereich (11.800 bis 12.000 Punkte) als Unterstützungszone bestätigt wurde. Da die »Flagge« einen trendbestätigenden Charakter nach oben aufwies, überrascht es nicht, dass der DAX zuletzt mit einem neuen Kaufsignal angesprungen ist. Die technische Gesamtlage signalisiert, dass der Index im weiteren Jahresverlauf – allerdings mit einem moderaten Aufwärtsmomentum – wieder in die Widerstandszone (12.700 bis 13.000 Punkte) im Umfeld der bisherigen Jahres-Tops steigen sollte.

Grafik 1: DAX versus MDAX versus SDAX (seit 1. Januar 2009)
Grafik 1: DAX versus MDAX versus SDAX (seit 1. Januar 2009)
Stand: 15. September 2017; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung

MDAX: Ebenfalls auf dem Weg zu den Jahres-Tops
Der MDAX hat innerhalb seines technischen Haussezyklus, der im März 2009 bei ca. 4.120 Punkten startete, seit dem Jahresende 2012 und dem Niveau um ca. 10.960 Punkte einen idealtypischen Haussetrend herausgebildet. Dessen Trendlinie liegt aktuell bei ca. 21.600 Punkten. Im Dezember 2016 war der Index mit einem Investmentkaufsignal aus dem vorherigen, anderthalbjährigen Trading-Markt unterhalb der Widerstandszone um 21.680 Punkte nach oben losgelaufen. Der neue mittelfristige steile Aufwärtstrend führte den Index bis auf ca. 25.760 Punkte (neues Allzeithoch) und ebenfalls in eine überkaufte Struktur. Ende Juni 2017 hat der Index diesen steilen Aufwärtstrend mit einem Take-Profit-Signal in eine Flaggen- Konsolidierung verlassen. Nach drei Monaten der Konsolidierung war die mittelfristig überkaufte Lage abgebaut und der MDAX hat Anfang September 2017 die »Flagge« mit einem Kaufsignal verlassen. Einerseits sollte der neue Aufwärtstrend den MDAX wieder an die Widerstandszone am Jahres-Top führen, andererseits sollten sich die diesjährige, moderate Relative Stärke zum DAX und die ausgeprägte Relative Schwäche gegenüber dem SDAX im weiteren Jahresverlauf jeweils fortsetzen.

SDAX: In der technischen Neubewertung
Der SDAX befindet sich seit März 2009 und Kursen um 2.149,3 Punkte in einem technischen Haussezyklus, wobei sich ab November 2011 (Indexniveau um 4.108 Punkte) ein idealtypischer Haussetrend (sechsjährige Haussetrendlinie zurzeit bei ca. 8.500 Punkten) ergeben hat. Der weitere zusätzliche Aufwärtstrend, der im Februar 2016 bei 7.504 Punkten startete und sich mit dem Investmentkaufsignal (Sprung über die gestaffelte Widerstandszone von 9.183 bis 9.540 Punkten zum Jahreswechsel 2016/2017) fortsetzte, liegt aktuell bei ca. 10.450 Punkten (im Umfeld der steigenden 200-Tage-Linie). Nach dem Setzen des neuen Allzeithochs bei 11.338 Punkten (Juni 2017) ist der SDAX zum Abbau der mittelfristig überkauften Struktur in eine normale technische Konsolidierung (Kernhandelsspanne: 10.750 bis 11.338 Punkte) hineingelaufen. Bereits im August 2017 hat der Index diese Konsolidierung mit einem neuen Investmentkaufsignal verlassen, sodass sich die technischen Neubewertung mit dem nächsten mittelfristigen Etappenziel »Kursetablierung oberhalb von 12.000 Punkten« fortsetzen sollte. Die technische Gesamtsituation signalisiert, dass im weiteren Jahresverlauf die Relative Stärke gegenüber dem DAX und MDAX bestehen bleiben sollte.

Grafik 2: DAX versus MDAX versus SDAX (seit 1. Januar 2017)
Grafik 2: DAX versus MDAX versus SDAX (seit 1. Januar 2017)
Stand: 15. September 2017; Quelle: Reuters
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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ComStage UCITS ETFs auf

WKN

Pauschalgebühr p.a.

Ertragsverwendung

Geld-/Briefkurs

DAX

ETF 001

0,08 %

Ausschüttend

119,94/119,95 EUR

MDAX

ETF 007

0,30 %

Ausschüttend

24,57/24,59 EUR

SDAX

ETF 005

0,70 %

Ausschüttend

111,15/111,38 EUR

Stand: 25. September 2017; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten ETFs erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen und wesentlichen Anlegerinformationen (KIIDs) stehen im Internet unter www.comstage.de zur Verfügung.