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Warum sparen trotz Niedrigzins sinnvoll ist

Konsumieren heißt die Devise der Politik. Trotzdem ist Sparen zeitgemäßer denn je. Es kommt allerdings darauf an, wie.

Ärgert es Sie nicht auch manchmal: Sie sparen und sparen und trotzdem kommen Sie aufgrund der Niedrigzinsen auf keinen grünen Zweig. Im Gegenteil: Angesichts einer steigenden Inflation sinkt die Kaufkraft Ihres angesparten Vermögens sogar. Sie sind damit nicht allein, denn ein Großteil der Deutschen setzt trotz dieser Misere noch immer auf das gute alte Sparbuch oder das Tagesgeldkonto. Trotzdem sind die Deutschen nach wie vor Sparweltmeister. Laut einer Studie der Allianz lagern die Bundesbürger rund 40 Prozent ihres Vermögens auf Konten bei der Bank. Das liegt deutlich über dem Durchschnitt westeuropäischer Staaten mit 30 Prozent. Das Kapital wird allerdings überwiegend auf niedrig verzinsten Tagesgeldkonten oder Sparbüchern angelegt.

Bundesbürger verlassen sich auf staatliche Rente
Zwar kann sich das private Nettogeldvermögen der Bundesbürger (privates Geldvermögen abzüglich Verbindlichkeiten) mit 3,7 Billionen Euro durchaus sehen lassen. Pro Bundesbürger ergibt das ein Nettogeldvermögen von 47.680 Euro. Doch damit rangiert Deutschland gerade einmal auf Platz 18 hinter Staaten wie Italien und Spanien. Das hat mehrere Gründe. Einerseits ist die Immobilienquote in Deutschland bedeutend geringer als in anderen Staaten. Ein zweiter Grund ist das deutsche Rentensystem. Anders als in vielen Ländern beruht es auf einem Umlageverfahren und nicht auf einem Kapitaldeckungsverfahren. Es wird also kein eigenes, persönliches Vermögen für die Altersvorsorge angespart, die Beiträge fließen vielmehr in eine »Gemeinschaftskasse«, mit der dann die Rente der vorangegangenen Generationen finanziert wird. Eine Unterdeckung trägt der Staat. Hinzu kommt ein deutlich höheres Sicherheitsbedürfnis deutscher Sparer. So liegt die Aktienquote hierzulande bei gerade einmal 14 Prozent. Das liegt deutlich unter der von Ländern wie der Schweiz (20 Prozent), Großbritannien (23 Prozent), Schweden (19 Prozent) oder den USA (25 Prozent).

Anleger verzichten auf ein Vermögen
Eine Untersuchung des Deutschen Aktieninstitutes zeigte kürzlich auf, welche Renditen tatsächlich möglich wären, würden Anleger vermehrt auf Aktien – im vorgegebenen Beispiel auf den deutschen Aktienindex DAX – setzen: Bei einer Einzahlung von 50 Euro monatlich ergibt sich nach 30 Jahren insgesamt ein Sparbetrag in Höhe von 18.000 Euro. Diese Ersparnisse wuchsen im Durchschnitt wegen der renditestarken Aktien auf rund 96.000 Euro an. Die Rendite lag damit bei 9,6 Prozent. Selbst ungünstige Phasen am Aktienmarkt erbrachten noch positive Vermögenszuwächse. So ergab sich in der schlechtesten Ansparphase (Februar 1979 bis Februar 2009) immerhin noch ein Endvermögen von rund 51.000 Euro. Dies entsprach einer Rendite von 6,2 Prozent. In der besten Anlageperiode (Januar 1970 bis Januar 2000) waren es sogar 211.000 Euro, was einer Rendite von 13,6 Prozent pro Jahr entspricht.

ETF-Sparpläne: Ideal zum langfristigen Vermögensaufbau
Mit einem intelligenten Sparverhalten abseits des Tagesgeldes können Anleger also lukrative Renditen für den langfristigen Kapitalaufbau erzielen. Und dass Sparen in den heutigen Zeiten notwendig ist, zeigt die Entwicklung bei der staatlichen Rente, welche ich bereits ausführlich in meinem eBook »Altersvorsorge mit ETFs« erläutert habe. Klar, Sparziele können für jeden sehr unterschiedlich sein, ebenso wie die Dauer der Ansparphasen. Doch so unterschiedlich die Motivation auch sein mag: Mit ETF-Sparplänen lassen sich Sparziele sowohl mittel- als auch langfristig auf eine sehr einfache, günstige und flexible Art und Weise erreichen. Hier zahlen Sie regelmäßig einen bestimmten Betrag ein und erwerben dafür eine entsprechende Anzahl von ETF-Anteilen. Gerade ETFs eignen sich für den langfristigen Kapitalaufbau ganz besonders, denn sie sind kostengünstig, transparent, flexibel und sicher. Und mit nur wenigen Produkten kann man sich ein breit gestreutes Portfolio aufbauen. Welche Banken die besten Angebote bietet, finden Sie aktuell und im Detail unter:

www.extra-funds.de/vorsorgen-mit-etfs/etf-sparplan

Fazit: Privater Vermögensaufbau funktioniert hervorragend mit einem ETF-Sparplan. Setzen Sie dabei auf ein breit gestreutes Portfolio unter Einbeziehung von Aktien. Diese erbrachten auf 30 Jahre gesehen und je nach Einstiegszeitpunkt jährliche Renditen zwischen 6,2 und 13,6 Prozent. In meinem neuen eBook »ETF-Sparplan Ratgeber« habe ich Angebote der Banken analysiert und bewertet. Zudem erhalten Sie darin umfassende Tipps, wie Sie einen ETF-Sparplan einrichten und welche ETFs sich für einen Sparplan anbieten.