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DAX und Co. in guter technischer Verfassung

Nach der Bilderbuchhausse in der ersten Jahreshälfte von 2017 sind die deutschen Leitindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX weiterhin in einer guten technischen Verfassung. Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte sollten sich die seit 2009 laufenden Haussezyklen in den Indizes fortsetzen. Dabei ist jedoch – vor dem Hintergrund einer mittelfristigen überkauften technischen Lage – im zweiten Halbjahr 2017 eine langsamere Gangart mit gelegentlichen Konsolidierungsphasen einzukalkulieren. Die zuletzt ausgeprägte Relative Stärke der Small Caps und Technologie-Titel dürfte etwas an Momentum verlieren, aber bei moderaterem Tempo andauern. In Summe dürfte die Klettertour in DAX, MDAX und SDAX im zweiten Halbjahr 2017 erneut neue Allzeithochs liefern.

DAX: Intakte Hausse
Der DAX startete im März 2009 bei 3.589 Punkten den aktuellen technischen Haussezyklus. Der achtjährige, zentrale Haussezyklustrend verläuft zurzeit bei 9.900 Punkten. Nachdem der DAX im April 2015 auf neue historische Höchstkurse bei ca. 12.391 Punkten gestiegen war, fiel er in einer Zwischenbaisse (bedeutet: kurzfristige Kursrückgänge vom Hoch von mehr als 20 Prozent) bis auf die seit Anfang 2014 vorliegende, gestaffelte Unterstützungszone von 8.700 bis 9.325 Punkten zurück. Ausgehend vom Tief um 8.700 Punkte (Februar 2016) ging der DAX wieder in eine langfristige Aufwärtsphase über. Nach den Investmentkaufsignalen im August 2016 (Verlassen des (Zwischen-)Baissetrends) und im Dezember 2016 (Abschluss der Konsolidierung unterhalb von 10.800 Punkten) etablierte der Index einen neuen beschleunigten Aufwärtstrend (Trendlinie zurzeit bei 12.070 Punkten). Die Aufwärtsrally seit Dezember 2016 führte den DAX unter hohem Aufwärtsmomentum bereits im ersten Halbjahr 2017 auf ein neues Allzeithoch bei 12.951 Punkten. Aus technischer Sicht sind die neuen Höchstkurse ein langfristiges, trendbestätigendes Signal nach oben. Aus mittelfristiger Sicht ist eine technisch überkaufte Lage entstanden, welche der DAX zurzeit in einer normalen, trendbestätigenden Konsolidierung abarbeitet.

Für das zweite Halbjahr 2017 sollte mit einem langsameren Aufwärtstempo und gegebenenfalls einigen Konsolidierungspausen gerechnet werden. Dennoch sollte es zu einer Fortsetzung der technischen Neubewertungsphase (bedeutet: regelmäßiges Erreichen neuer Allzeithochs) kommen. Erst bei einem Rückfall unter den mittelfristigen Aufwärtstrend bei 12.070 Punkten würde sich das positive technische Bild im DAX ändern und der Index in eine neutrale technische Lage übergehen. Das nächste technische Etappenziel für den DAX liegt bei 13.000 Punkten, wobei je nach Aufwärtsdynamik mit schnellen Folgegewinnen zu rechnen ist.

Grafik 1: DAX
Grafik 1: DAX
Stand: 13. Juni 2017; Quelle: Reuters, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Für die Wertentwicklung der vergangenen 5 Jahre siehe Grafik 5.

MDAX: Langfristig mit Relativer Stärke
Der MDAX startete den aktuellen technische Haussezyklus im März 2009 bei ca. 4.119 Punkten. Seit dem Baisse-Low legte er bereits über 500 Prozent (mehr als 21 Prozent p.a.) zu und weist damit unter den deutschen Blue Chips-Indizes den größten Wertzuwachs und eine langfristige Relative Stärke auf (der DAX legte zum Vergleich im gleichen Zeitraum ca. 245 Prozent (ca. 11,5 Prozent p.a.) zu). Ab Juni 2012 (Index-Stand: 9.630 Punkte) bildete sich ein idealtypischer Haussetrend heraus. Der seit knapp vier Jahren vorhandene Haussetrend notiert zurzeit bei 21.200 Punkten. Ab April 2015 lief der MDAX unterhalb der gestaffelten Widerstandszone (21.680 Punkte) in eine 20- monatige Seitwärtspendelbewegung hinein. Diese beendete er Ende 2016 mit einem übergeordneten Investmentkaufsignal. Mit dem Anstieg auf das Allzeithoch von 25.765 Punkten hat der Index das technische Kurspotenzial dieses Kaufsignales (ca. 3.200 Punkte; ergibt sich auf der Breite der alten mittelfristigen Trading-Range zwischen 18.580 und 21.680 Punkten) nach oben umgeschlagen) bereits abgearbeitet. Aus mittelfristiger Sicht sollte deshalb auch im MDAX für das zweite Halbjahr 2017 ein niedrigeres Aufwärtsmomentum einkalkuliert werden. Das nächste technische Etappenziel liegt bei 26.000 Punkten.

Grafik 2: MDAX
Grafik 2: MDAX
Stand: 13. Juni 2017; Quelle: Reuters, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Für die Wertentwicklung der vergangenen 5 Jahre siehe Grafik 5.

TecDAX: Kurzfristig überkaufte Lage
Der TecDAX durchläuft seit März 2009 (Start bei ca. 400 Punkten) den aktuellen technischen Haussezyklus. Besonders seit Mitte 2016 weist er mit einer Performance von fast plus 30 Prozent im ersten Halbjahr 2017 eine Relative Stärke gegenüber den anderen deutschen Blue Chip-Indizes auf. Seit Dezember 2016 etablierte der Index einen beschleunigten Aufwärtstrend (Trendlinie zurzeit bei 2.160 Punkten). Dieser führte ihn im Februar 2017 mit einem neuen Investmentkaufsignal über die langfristige Widerstandszone von 1.870 bis 1.890 Punkten.

Aus übergeordneter technischer Sicht sorgen die intakten Aufwärtstrends für eine hohe technische Qualität des TecDAX-Haussezyklus. Da der Index jedoch kurzfristig eine technisch überkaufte Lage aufweist und den letzten beschleunigten Aufwärtsschub seit April 2017 mit einem (Trading-)Take-Profit-Signal zur Seite verlassen hat, ist zunächst mit einer Konsolidierungspause zu rechnen, bevor das nächste technische Etappenziel bei 2.500 Punkten in den Fokus rücken dürfte.

Grafik 3: TecDAX
Grafik 3: TecDAX
Stand: 13. Juni 2017; Quelle: Reuters, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Für die Wertentwicklung der vergangenen 5 Jahre siehe Grafik 5.

SDAX: In der technischen Neubewertung
Der SDAX befindet sich seit März 2009 und bei Kursen um 2.149 Punkte in einem technischen Haussezyklus, wobei sich ab November 2011 (Indexniveau um 4.108 Punkte) ein idealtypischer Haussetrend (fünfjährige Haussetrendlinie zurzeit bei ca. 8.350 Punkten) ergeben hat. Während der Gesamtmarkt-Zwischenbaisse ab April 2015 überstand der SDAX diese Phase mit einer Seitwärtspendelbewegung unterhalb der Widerstandszone um 9.183 Punkte mit einer Relativen Stärke im deutschen Indexvergleich. Diese Relative Stärke weitete er gegenüber dem DAX und MDAX in 2017 aus. Das letzte Kaufsignal von Juni 2016 (Sprung über die Widerstandszone um 9.183 Punkte) führte den SDAX auf ein neues Allzeithoch. Auf der einen Seite läuft die technische Neubewertung des Index. Auf der anderen Seite ist wegen der mittlerweile stark überkauften technischen Lage die Wahrscheinlichkeit für Konsolidierungspausen erhöht. Für 2017 signalisiert sich für den SDAX eine Fortsetzung der Hausse, wobei das nächste technische Kurspotenzial bei 11.500 Punkten liegt.

Grafik 4: SDAX
Grafik 4: SDAX
Stand: 13. Juni 2017; Quelle: Reuters, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Für die Wertentwicklung der vergangenen 5 Jahre siehe Grafik 5.
Grafik 5: Wertentwicklung deutscher Indizes im Vergleich seit 2009
Grafik 5: Wertentwicklung deutscher Indizes im Vergleich seit 2009
Stand: 13. Juni 2017; Quelle: Reuters, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung
Grafik 6: Wertentwicklung deutscher Indizes im Vergleich seit 2017
Grafik 6: Wertentwicklung deutscher Indizes im Vergleich seit 2017
Stand: 13. Juni 2017; Quelle: Reuters, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Für die Wertentwicklung der vergangenen 5 Jahre siehe Grafik 5.

Anlageidee: ETF auf DAX und Co.

Eine transparente und kostengünstige Möglichkeit, um gezielt auf den deutschen Leitindex und seine kleineren Geschwister zu setzen, bieten ETFs auf die entsprechenden Indizes.

Bei den genannten ComStage 1 ETFs handelt es sich um vollreplizierende ETFs ohne Wertpapierleihe. Diese vollreplizierenden ComStage ETFs bilden den Index mit Hilfe von Aktien eins zu eins entsprechend ihrer Indexgewichtung ab. Eine Besonderheit, die die ComStage 1 ETFs auszeichnet, ist der Ausschluss der Wertpapierleihe. Ein Verleihen von Vermögensgegenständen ist somit nicht gestattet. Damit wird bewusst auf gegebenenfalls anfallende Zusatzerträge verzichtet und dem Wunsch sicherheitsorientierter Anleger entsprochen.

Dividenden und Erträge werden bei diesen ETFs automatisch durch die depotführende Stelle dem Konto des Investors gutgeschrieben. Anleger können sich im Nachhinein frei entscheiden, was sie mit den ausgeschütteten Erträgen tun möchten.

Weitere Informationen sowie ein Überblick über das gesamte Angebot an ComStage ETFs steht Ihnen im Internet unter www.comstage.de zur Verfügung.

ComStage 1 UCITS ETF auf

WKN

Pauschalgebühr p.a.

Ertragsverwendung

Geld-/Briefkurs

DAX

ETF 901

0,15 %

Ausschüttend

121,91/121,95 EUR

MDAX

ETF 907

0,30 %

Ausschüttend

142,13/142,20 EUR

SDAX

ETF 905

0,70 %

Ausschüttend

54,50/54,63 EUR

TecDAX

ETF 908

0,40 %

Ausschüttend

18,05/18,07 EUR

Stand: 28. Juni 2017; Quelle: Commerzbank AG

Die Darstellung der genannten ETFs erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen und wesentlichen Anlegerinformationen (KIIDs) stehen im Internet unter www.comstage.de zur Verfügung.